So viel Veränderung!
Kaum schreibt man mal ein paar Monate lang keine Status-Updates, schon sammelt sich ein ganzer Berg an Neuigkeiten an. Fassen wir mal kurz zusammen.
Es ist Herbst.
Und was für einer! Im September kam endlich ein kleinwenig Regen herunter und der Wald wurde wieder waldiger. Die Hirschbrunft war unoberhörbar und in der sonstigen abendlichen Stille beeindruckend. Der November-Anfang war der schönste Goldene Oktober seit vielen Jahren mit Waldduft, Nebel und Sonnenschein. Genau dafür sind wir "in den Wald" gezogen. Und für die Pilze natürlich: Noch nie verspeisten wir innerhalb so kurzer Zeit so viel Pasta mit Pilzsahnesoße wie in den letzten Wochen...
Kürbis haben wir nun auch genug gegessen: Als Suppe, süß-sauer eingekocht oder als Linsen-Kürbis-Curry. Einige der Gelben Zentner sind schon verschenkt und ein großer wurde zu Halloween schön beschnitzt und ziert nun unsere Hof-Einfahrt. Wir wissen gerade nicht, was wir mit den vier verbleibenden Kloppern machen sollen... nächstes Jahr bitte wieder kleine Hokkaidos!
Die Zugvögel zu beobachten ist immer wieder ganz schön, auch wenn sich hier noch nicht so viele Kraniche zusammengerottet haben wie es jeses Jahr in Velbert der Fall war. Die Schwalben sind von einen Tag auf den anderen abgehauen. Und a propos Schwalben: unser Haus ist nun offiziell vom NABU als Schwalbenfreundliches Haus prämiert! Mehr zu der Aktion gibt es hier zu lesen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/index.html. Eine entsprechende Plakette ziert nun den Eingangsbereich unseres Häuschens.
Es wird Winter
Und Winter bedeutet Dunkelheit und Kälte... Der Gemüsegarten ist teilweise eingemottet, aber noch immer können wir gemüse wie Mangold, Möhrchen und Endivie ernten. Von den reichlich gerodeten Kartoffeln sind immer noch gut 30kg übrig, die nach und nach verspeist werden. Endievie-Kartoffel-Stampfe! Mangold-Sahne-Schlömpe mit Töften! Pommes!
Gleichzeitig ist die Sonne nun plötzlich so tief richtung Horizont abgesackt, dass kaum noch Licht direkt auf die Solaranlage fällt. Da bedeutet, dass der Heizölvorrat nun herhalten muss, damit wir Strom haben. Leider tuckert dafür gerade nur der großen Diesel, da der kleine schon seit einer Weile in Reparatur ist. Zu dem ganzen Thema wird es bald einen eigenen Eintrag geben. Damit die künftige Anlage am Nachmittag weniger Schatten abbekommt, müssen leider die drei noch verbleibenden Eichen mitten im Garten weg. Um eine davon ists's schon geschehen, für die anderen beiden werden wir Hilfe von einem Bauern mit Trecker und Stahlseil benötigen. Die Fäll-Aktion der einen Eiche hat einen ganzen Tag in Anspruch genommen, inklusive Aufschichten von Totholzhecken und Spalten des Stammes für Zaunpfähle. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen:
Unser Holzverbrauch ist mit den Sinkenden Temperaturen (aktuell um die 5°C) nun wieder gestiegen und es sieht so aus, als würde der bis Ende des Jahgres vorgesehene Trockenholzvorrat wenn dann nur gerade so eben bis kurz vor knapp reichen. Notfalls müssen wir uns eben in mehr Wolle kleiden, dafür strickt Diane fleißig Socken. Damit wir auf jeden Fall genug Brennholz für den nächsten Winter haben, sammelt Will nun wieder intensiver Schubkarrenweise Holz aus dem Wald. Der Förster lichtet da sehr fleißig die ganzen Sitka-Fichten aus und auch die eine oder andere kleine Eiche muss weg. Statt alles jetzt mit der Kettensäge kleinzumachen, lagern wir das Holz mittlerweile in 1m-Stücken auf einem Polter, der nächsten Sommer, wenn wieder Stromüberschuss produziert wird, mit einer elektrischen Brennholzsäge zerkleinert wird.
Familienerweiterung
Langsam wird es ernst. "Wir sind Hundeschwanger" könnte man sagen: Wenn alles glatt läuft wird in wenigen Wochen eine Hundedame zu uns ziehen. Doch diese Geschichte wird erst weiter erzählt, wenn es soweit ist!