Wie merke ich, dass die Batterien leer sind? ¶
Vorweg: Wirklich leer darf der Akku nie werden, denn leer = tot. Es handelt sich um einen Blei-Säure-Akku (PzS, Staplerakku) und die tatsächlich nutzbare Energiemenge (=Kapazität) hängt sehr stark vom Entladestrom ab. Die C5-Kapazität beträgt 1000Ah (ca. 24kWh) d.h. mit einem 200A-Strom würde man den Klotz in 5 Stunden komplett leer nuckeln. Der Akku ist mit 160A NH00-Sicherungen abgesichert, was einer entnehmbaren Dauerleistung von etwas über 4100W entspricht. Damit bekäme man den Akku in rund 6-7 Stunden komplett leer.
Bei den normalerweise auftretenden Strömen reicht eine volle Akkuladung für rund 4 Tage. Der Stromverbrauch sollte so bemessen sein, dass pro Tag nicht mehr als 5% der Akkukapazität verbraucht wird (mit laufender Solaranlage).
Die erlaubte Entladetiefe beträgt rund 50%, besser ist aber, wenn der Akku bei rund 30% Entladung (also wenn der Batteriewächter am DC-Schaltschrank im Nebengebäude "70%" anzeigt!) bereits wieder voll geladen wird. Im Kernwinter, wenn die Solaranlage maximal 2kWh pro Tag (an sonnigen Tagen!) liefert, sollte bei normalem (also stark eingeschränktem!) Stromverbrauch alle 2-3 Tage gedieselt werden, bis der Akku wieder bei 100% ist.
Achja: Wenn keine Sonne scheint und kein Diesel läuft, sollten lieber keine Großverbraucher eingeschaltet werden. Da der größte Verbraucher die Förderpumpe des Tiefenbrunnens ist, wird bei anhaltender Dunkelheit ein sparsamer Umgang mit Wasser gern gesehen. Wäsche Waschen nur, wenn im Sommer die Sonne oder im Winter der große Diesel läuft.