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Erntezeit

Lange haben wir wieder einmal nichts von uns hören lassen. Zwischenzeitlich hat sich aber natürlich vieles getan: Einmal von der kurzen Wikingersaison abgesehen, haben wir noch immer alle Hände voll zu tun im Garten. Im Folgenden also ein kurzes Update mit Bildern.

Kartoffeln: Wachstum und Fäule

Das Wachstum der vier gepflanzten Kartoffelsorten übertraf zunächst all unsere Erwartungen, was vermutlich auf den Sonnen- und Humusreichen Sandboden zurückzuführen ist.

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Im Laufe der Zeit vertrockneten erste Blätter. Leider haben wir hier nicht rechtzeitig durch Entfernen dieser eingegriffen und so zeigte sich ein erschreckendes Bild, als wir nach 10 Tagen aus dem Urlaub zurückkamen:

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Das Laub haben wir inzwischen entfernt und verbrannt. Allein aus dem ersten Beet konten wir über 20kg Kartoffeln ernten, den Rest lassen wir vorerst im Boden und hoffen, dass diese dort bis zum Konsum sicher sind. Leider haben wir noch keine vernünftige Möglichkeit, größere Mengen der nahrhaften Knollen einzulagern. Vielleicht graben wir uns einfach mal einen kleinen Erdkeller hinten im Garten.

Dicke Bohnen: Lecker! und: Rost.

Auch die Dicken Bohnen ließen sich nicht lumpen. Diese auch für die Wikingerzeit belegten Hülsenfrüchte waren pünktlich zu unerem Urlaub in Ribe reif, also nahmen wir zwei ordentliche Portionen mit auf den Markt. Sie stellten sich als wahrliche Delikatesse heraus, daher werden wir diese für nächstes Jahr wieder ins Programm mit aufnehmen.

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Nach unserer Rückkehr aus Ribe zeigte sich hier jedoch ein ähnliches Bild wie bei den Kartoffeln: aus ersten kleinen Rostfleckchen auf den Bohnenblättern war ein voller Befall aller Pflanzenteile geworden. Wir konnten aber noch eine letzte, sehr ordentliche Portion ernten, währed die Pflanzen selbst umgehend verbrannt wurden.

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Spitzkohl: Kampf gegen Schnecke und Weißling

Die Spitzköhle entwickeln sich prächtig, allerdings nur, weil wir jeden Tag hinterher sind beim Absammeln von nächtlichen Nacktschnecken und Kohlweißlingsraupen. Alle Kohlköpfe sind angefressen, aber vermutlich werden wir am Ende genug Masse übrig haben, um 10kg Sauerkraut herzustellen. Nächstes Jahr weden eine ganzjährige Vliesabdeckung für den Kohl basteln.

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Kürbis: Seinem Namen gerecht werdend

Die Kürbisse legten einen schwachen Start hin, haben aber massiv aufgeholt und ranken sich nun durch den halben Gemüsegarten und über den Erdwall neben dem Kartoffelacker hinweg. Einzelne Früchte der Sorte "Gele Centenaar" reifen heran, eine haben wir heute geerntet. Hoffen wir mal, dass wir noch mehr von dieser traditionellen Einmachsorte bekommen!

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...und mehr

Grün- und Schwarzkohl wachsen ordentlich und können vielleicht in wenigen Wochen zum ersten Mal für eine Mahlzeit herhalten, wenn nicht Spatz, Maus und Schnecke schneller sind. Erste Zwiebeln und Knobläuche haben wir bereits geerntet, außerdem "Steckzwiebeln", von denen wir erst dachten, es wäre Schnittlauch (das Saatgut stammt aus dem Garten in Velbert und war unbeschriftet). Zuckererbsen als Snack zwischendurch, Steckrübchen, Mangold und Karotten liefern nach und nach Mahlzeiten: Diese Woche ernähren wir uns bislang ausschließlich aus dem eigenen Garten (von Milchprodukten und Getreide mal abgesehen).

Fauna

Mäuse

Während wir im Urlaub waren und der Garten entsprechend ruhig war, haben sich diverse Tierchen hier ausgebreitet. Die Wühlmäuse sind zwar keine neuen "Gäste", aber die Spur der Verwüstung zieht sich mehr als bisher über die Rasenfläche. Derzeit hat der Kater sechs, Will immerhin fünf Mäuse auf dem Gewissen.

Hase

Außerdem meint ein junger Feldhase, dass unser Hochbeet ein gemütliches Tagesversteck sei (nota bene: zwischen den Karotten!). Das Viech rennt noch nicht einmal weg, wenn man auf einem halben Meter Abstand Unkraut entfernt. Erstaunlicher jedoch ist, dass man das Tier dabei nicht einmal wahrnimmt, bis man mit der Nase quasi an den Löffeln kratzt. Nächstes Projekt also: Zaun aus Maschendraht bauen.

Vögel

Außerdem brüten hier weiternhin fleißig Vögelein: die Spatzen sind gerade mit der dritten oder vierten Brut beschäftigt, während beide Schwalbenpaare ihre jeweils fünf Jungen erfolgreich aus dem Nest gekegelt haben. Die zweite Brut des Paares über unserer Haustür gedeiht auch schön heran. Kohl- und Blaumeise scheinen auch Erfolg gehabt zu haben und der Gimpelfamilie geht es mit drei Jungen auch ganz gut. Zwei junge Buntspechte sind auch dazu gekommen und laben sich, wie ihre Eltern auch, an den Fettfutter-Knödeln.

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Schlange

Beim Umgraben des hinteren Komposthaufens fand Will ein Gelege, welches sich schnell als das einer Ringelnatter identifizieren ließ. Der Haufen ist nun wieder aufgehäuft und die Grabung vorerst beendet, bis die Jungnätterchen geschlüpft sind. Ein Elterntier sehen wir immer wieder mal in der Ecke herumschlängeln, ein Foto ist aber bislang noch nicht geglückt.

Krötine

Immer wieder und immer wieder an anderer Stelle findet man beim Jäten von Unkraut und Auffrischen der Mulchdecke eine dicke, sehr schön gezeichnete Krötendame. Insgesamt dürften sich im Garten mindestens noch 1-2 weitere dieser Lurche herumtreiben, die gerne noch einen größeren Appetit auf Schnecken entwickeln dürfen.