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Social Distancing `¯\_(ツ)_/¯`

Alle schieben Panik wegen SARS-CoV-2, die wenigsten kommen damit klar, dass sie (und die Kinder!) zu Hause bleiben sollen. Alle? Nein, in einem kleinen Dörfchen namens Stafstedt geht das Leben weiter wie bislang. Der Supermarkt hat sogar noch Mehl, Hefe und Nudeln vorrätig; nur beim Toilettenpapier schaut es auch hier mau aus. Der ungewöhnlichste Anblick könnte sein, dass auch tagsüber gelegentlich Kinder mit ihren (Groß-)Eltern hier am Haus vorbeispatzieren, weil die Schulen dicht sind.

Und wir leben unser Leben so wie sonst auch: Wo niemand ist, zu dem man Abstand halten könnte, fällt es leicht, diesen einzuhalten. Das Dach wird uns nicht auf den Kopf fallen, denn das Wetter bessert sich und der Garten ist groß und voller unerledigter Arbeiten. So lange die Supermärkte noch geöffnet sind, ändert sich nichts an den Essgewohnheiten und selbst wenn von heute auf morgen eine komplette Ausgangssperre verhängt und jegliche Lebensmittelversorgung zusammenbrechen sollte, ist der Vorratsraum ausreichend gefüllt, um ein paar Wochen davon zehren zu können (wenn auch mit abnehmendem Abwechslungsreichtum). Wenn dann irgendwann der Strom ausfällt, das Wassernetz verstopft und das Klopapier komplett aufgebraucht ist, dann kommen wir hier prima noch eine Weile klar.

Und damit das mit dem Essen von frischem Grünkram auch weiter gehen kann, sind wir gerade dabei, einen Teil des Gartens in Beete umzuwandeln. Das bedeutet in erster Linie: Abtragen der Grasnarbe, Wegschaffen von Bauschutt (die Reste des Bauernhofes, der hier einmal stand), Zusammenzimmern von Hochbeeten (man nehme: Fichtenstämmchen aus dem angrenzenden Wald) und füllen dieser mit Zweigen, Häckselgut, Komposterde und Humusboden. In den nächsten Wochen wird hoffentlich die erste Aussaat einiger Pflanzen losgehen können.