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Neuen Strom braucht das Land

Huch, schon so spät! Schon wieder sind drei Jahre vergangen und es hat sich vieles getan. Neben einer Bad-Kernsanierung, einer Hochzeit, einem E-Auto und einer neu aufgenommenen imkerlichen Tätigkeit (uvam.) ist auch der Ausbau der PV-Infrastruktur unserer kleinen Wohninsel nicht stehen geblieben. Hier eine kurze Übersicht:

Der PV-Pritschenwagen ist mit 10 Stück gebrauchten 245Wp Hyundai-Modulen bestückt und hat einen Bewegungsradius (=Anschlusskabellänge) von etwa 80m. Im Sommer parkt er im hinteren Bereich unseres Grundstücks. Im Winter steht er auf der dann nicht beweideten Nachbarkoppel, wo schon früh am Morgen die Sonne hin scheint.

Die Dächer der Nebengebäude sind bald vollständig belegt. Die großen Module sind unverschämt günstig erstandene 410Wp von Senec, die kleinen ebenfalls 245Wp von Hyundai. Auf das Gründach hätte noch mehr drauf gepasst, aber dann wäre es kein begrüntes Dach mehr gewesen. So ist es ein tragbarer Kompromiss.

Der nicht belegte Teil des Bitumen-Flachdachs ist während der Wintermonate im Schatten, wird aber voraussichtlich dennoch mit den noch übrig gebliebenen Hyundais belegt, denn mittlerweile hat sich am Ladestrom-Limit der vorhandenen MPPTs etwas geändert: Der Umstieg von 24V Blei auf "56V" LFP. Der alte Bleiakku wir noch bis zu seinem endgültigen Lebensende in einem Hubstapler bei einem Baumpflegebetrieb ackern dürfen, für eine reine Insel-PV wäre der Betrieb mittlerweile zu teuer (Wasserverbrauch, Ladeverluste, und -dauer).

Der Baum des Anstoßes für den Wechsel auf ein 3P-System war jener, der beim Sommerurlaub 2025 in Schweden an unserem alten Schweden dieses verursachte:

Da der V70 nun als Ersatzteillager für einen anderen glücklichen Volvo-Besitzer dient, steht hier nun ein Hyundai Ioniq 5 vor der Türe. Dieser mag gerne mit 3P geladen werden, insbesondere, wenn im Sommer ohnehin zu viel Strom vom Himmel kommt. Für den Winter möchten wir uns gerne die V2L-Fähigkeit (bis 3.5kW!) zunutze machen. Dafür gibt es dieses Kästchen, der Rest ist noch in Arbeit:

Darin erfolgt die automatische Einspeise-Umschaltung zwischen V2L und Generator: Wenn der 45kW-Generator ohnehin läuft, um den Hausakku zu laden, kann das Auto gerne mit geladen werden, wenn es an der Wallbox hängt. Die Lade-Infrastruktur wird auf 22kW ausgelegt, auch wenn der IQ5 nur 11kW kann. Wenn der Generator aus ist und das Auto an der Einspeise-Dose hängt (bewusst separat ausgeführt), dann wird 1-phasig uns Hausnetz eingespeist.

Das eigentliche Ziel ist natürlich, den Generator mittelfristig gar nicht mehr zu brauchen bzw. durch ein kleines, modernes, leises ~16kW-Aggregat zu ersetzen und ansonsten Strom zum Selbstkostenpreis beim Nachbarn zu "tanken" und dieses dann ins Haus umzuladen. Billiger und sauberer als jede Generatorstunde. Ob das alles funktioniert, wird sich zeigen, wenn die vielen Meter 5x10mm² NYY-J-Leitungen verbuddelt und die Wallbox/Einspeisedose angeschlossen sind. Näheres dazu wird hier sicherlich berichtet, wenn es so weit ist.